Trotz Verlustes macht Sal. Oppenheim keine Angaben zu Stellenabbau
28 April 2009
Hohe Handelsverluste in der Finanzkrise haben der Privatbank Sal. Oppenheim im vergangenen Jahr den höchsten Verlust seit dem Zweiten Weltkrieg beschert und den Zuwachs bei den Mitarbeiterzahlen damit wohl abrupt gestoppt.
Wie das seit 2007 im Großherzogtum ansässige Institut mitteilte, beschäftigte der Konzern im vergangenen Jahr weltweit 4.330 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.769). Der Gesamtanstieg um durchschnittlich 561 Mitarbeiter (15 Prozent) resultierte zum Teil aus der Konsolidierung neuer Gesellschaften. Darüber hinaus hat Sal. Oppenheim im ersten Halbjahr 2008 insgesamt 250 neue Mitarbeiter eingestellt.
Bei der Vorlage der Quartalszahlen zeigte sich Matthias Graf von Krockow, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter, aber zuversichtlich, dass der Konzern bereits im laufenden Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben werde. Dazu habe auch ein Kostensenkungsprogramm in Höhe von 100 Mio. Euro und eine Kapitalerhöhung um 200 Mio. Euro beigetragen. ob jetzt Stellen abgebaut werden, sei aber noch nicht entschieden worden.
Ein Satz, der vermutlich genau so richtig ist, wie der Hinweis, man habe sich wegen der Frankfurter Tochter BHF Bank nie in einem Verkaufsprozess befunden - die Prüfung einer Vielzahl von Angeboten wie Krockow gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte, zählt da natürlich nicht dazu. Ein Schelm, wer nun denkt, dass die gebotenen Kaufpreise zu niedrig gewesen sein könnten.
LU
